50 km. Untrainiert. Und trotzdem ins Ziel. Was mich der Megamarsch über Körper und Geist gelehrt
Ich scrolle durch Instagram. Sehe einen Post über den Megamarsch. 50 km an einem Tag. An der Ostsee entlang, von Scharbeutz nach Grömitz.
Und irgendetwas in mir sagt: Das machst du. An deinem 42. Geburtstag.
42 – die Antwort auf alles. Wer „Per Anhalter durch die Galaxis” kennt, weiß, was ich meine. Und irgendwie fühlte es sich genau so an: wie eine Antwort, die ich mir selbst geben wollte.
Der Plan. Und was daraus wurde.
Acht Monate Vorbereitung hatte ich mir vorgenommen. Ich wollte mich langsam aufbauen, systematisch trainieren, vorbereitet ins Rennen gehen.
Die acht Monate wurden nichts.
Kneifen kam trotzdem nicht in Frage.
Also: Anmelden. Erscheinen. Losgehen.
20% Körper. 80% Mindset.
Was ich an diesem Tag gelernt habe, hat mich tiefer getroffen als jede Fortbildung, die ich je gemacht habe.
Die Strecke war nicht das Problem. Das Problem war der Kopf.
Die härtesten Kilometer waren zwischen 30 und 43. Durch Sand am Wasser. Über Felsen. Durch den Wald. Durch endlose, öde Felder, die kein Ende nehmen wollten. Immer wieder kam der Gedanke: Hör auf. Steig einfach ins Auto. Niemand zwingt dich.
Aber ich bin nicht eingestiegen.
Weil da noch ein anderer Gedanke war: Ich schaffe das. Ich bin stark. Auch wenn keiner an mich glaubt – ich schaffe das.
Kilometer für Kilometer. Versorgungspunkt für Versorgungspunkt. Und als ich Claudia an einer der Stationen sah, war an Aufgeben nicht mehr zu denken.
Nach 13 Stunden stand ich am Ziel.
Angekommen als ein anderer Mensch.
Ich war nicht mehr dieselbe wie beim Start.
Nicht wegen der 50 km. Sondern wegen dem, was ich über mich selbst gelernt habe.
Mein Körper hat mich getragen – auch als er schmerzte. Auch als alles in mir schrie, aufzuhören. Er hat gemacht, was mein Kopf ihm gesagt hat.
Und genau das ist der Kern meiner Arbeit als Heilpraktikerin:
Der Körper folgt dem Gedanken. Positiv wie negativ.
Was wir denken, was wir fühlen, was wir glauben – es wird zu unserer Realität. Zu unserer körperlichen Realität. Nicht als Strafe. Nicht als Schwäche. Sondern als Spiegel.
Was das mit dir zu tun hat.
Du musst keinen Megamarsch laufen, um das zu verstehen.
Aber vielleicht kennst du dieses Gefühl: Du trägst etwas mit dir, das schwer ist. Du funktionierst, du hältst durch – und irgendwann antwortet dein Körper. Mit Erschöpfung. Mit Schmerzen. Mit Symptomen, für die es keine klare Erklärung gibt.
Das ist kein Zufall. Und es ist keine Schwäche.
Es ist dein Körper, der spricht.
Ich helfe dir zuzuhören – und gemeinsam herauszufinden, was er dir sagen will.
Wenn du das anspricht, freue ich mich über deine Nachricht.
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